Woodstock wird zur Legende

Woodstock endete offiziell am Montag, dem 18. August, nachdem Hendrix die Bühne verlassen hatte. Woodstock zu verlassen war nicht viel einfacher, als dorthin zu gelangen. Straßen und Autobahnen wurden schnell wieder verstopft, als die Festivalbesucher ihren Heimweg antraten.

Den Veranstaltungsort aufzuräumen, war eine Mammutaufgabe und benötigte mehrere Tage, viele Bulldozer und Zehntausende von Dollars.

Im Jahr 2006 eröffnete das Bethel Woods Center for the Arts auf dem Hügel, auf dem das Woodstock Musikfestival stattfand. Heute veranstaltet es in seinem schönen Pavillon Konzerte im Freien.

Viele bekannte Musiker haben in Bethel Woods gespielt, darunter einige, die in Woodstock die Bühne betraten, wie Crosby Stills Nash und Young, Santana, Arlo Guthrie und Joe Cocker.

Am besten hat vielleicht Max Yasgur das Woodstock Festival beschrieben, der Bauer, der sein Land für diesen Anlass zur Verfügung stellte. Als er am dritten Tag das Publikum ansprach, sagte er: »Ihr habt der Welt etwas bewiesen, das Wichtigste, was ihr der Welt bewiesen habt, ist, dass eine halbe Million Kinder – die ich Kinder nenne, weil ich selbst Kinder habe, die älter sind als ihr – eine halbe Million junger Leute, zusammenkommen können, und drei Tage Spaß und Musik haben, und nichts als Spaß und Musik haben, und Gott segne euch dafür!«

Um herauszufinden, welchen Eindruck das Festival in den Köpfen der jungen Besucher hinterlassen hat, lud die New York Times fünf junge Männer und eine junge Frau im Jahr 1996 ein, sich mit ihren Mitarbeitern zu treffen, um eine offene und spontane Diskussion über das Wochenende in all seinen Facetten zu führen.

Aus den Interviews, die im Archiv der New York Times einzusehen sind, geht im Kern hervor, dass alle das Gefühl hatten, dass sie das Festival auf keinen Fall hätten verpassen wollen, dass das Wochenende »intensiv« gewesen war – nicht nur durch die Aufregung angesichts Jimi Hendrix oder The Who oder von Jefferson Airplane, sondern auch durch das, was das Festival ihnen über die Zukunft ihrer Generation – und der des gesamten Landes – verriet.

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